Wir sind gut vorangekommen

Ein­drücke von der 53. Mit­gliederver­samm­lung des Lan­desnet­zw­erks Bürg­eren­gage­ment Berlin

Von Hel­mut Herold

Fo­tos: Lan­desnet­zw­erk Bürg­eren­gage­ment Berlin | Rahim Shirmahd

2019 war ein gutes Jahr für das Lan­desnet­zw­erk Bürg­eren­gage­ment Berlin. Diesen Ein­druck ver­mit­telte die Mit­gliederver­samm­lung am 13. No­vem­ber 2019 im Rathaus Schöneberg. Viel Gutes wurde er­re­icht, viel Span­nen­des ist für das kom­mende Jahr zu er­warten.

Beispiele gefäl­lig? So haben der Fachkreis Frei­willi­gen­man­age­ment und der Fachkreis In­terkul­turelle Öff­nung (http://www.aktiv-in-berlin.info/fachkreise/#akfm) in diesem Jahr  mehrere er­fol­gre­iche Tr­e­f­fen abge­hal­ten, wie Su­sanne Eck­hardt und Leyla Ibrahi­mova berichteten. Die An­forderun­gen an Frei­willi­gen­man­age­ment haben sich stark verän­dert, in­zwis­chen geht es darum, ein Berufs­bild dafür zu en­twick­eln. Und für den Prozess der In­terkul­turellen Öff­nung in allen Bere­ichen der Gesellschaft wird derzeit ein Po­si­tion­spa­pier er­ar­beitet. Es ist so gut wie fer­tig.

Eben­falls ein Pa­pier von strate­gis­cher Be­deu­tung sind die „El­e­mente einer Berliner En­gage­mentstrate­gie“, die im Lan­desnet­zw­erk en­twick­elt wur­den (https://mein.berlin.de/ideas/2019–05320/). Damit will das Lan­desnet­zw­erk Ein­fluss nehmen auf eine Berliner En­gage­mentstrate­gie, die im Som­mer 2020 im Ab­ge­ord­neten­haus vorgelegt wer­den soll. Un­ter­stützt wird die Er­ar­beitung der En­gage­mentstrate­gie durch ein Be­gleit­gremium, dem auch drei Vertreter aus dem Lan­desnet­zw­erk ange­hören.

Für das kom­mende Jahr sind bere­its drei span­nende Net­zw­erkpro­jekte vor­bere­itet. Das er­ste startet schon Ende Jan­uar und nennt sich „Nacht der Sol­i­dar­ität“. Bis zu 500 Teams aus drei bis fünf Frei­willi­gen sollen am 29. Jan­uar von 22 bis 1 Uhr in Berlin auss­chwär­men, um Ob­dachlose zu zählen und ih­nen, wenn möglich, einige Fra­gen zu stellen. Denn nach wie vor gibt es keine ver­lässlichen Zahlen, wie viele Men­schen in Berlin auf der Straße, in Parks und unter Brücken leben. Klaus-Pe­ter Licht von der Sen­atsver­wal­tung für In­te­gra­tion, Ar­beit und Soziales in­formierte über den Stand der Vor­bere­itung der „Nacht der Sol­i­dar­ität“, in deren Ergeb­nis die Hilfs- und Be­ratungsange­bote für Ob­dachlose verbessert wer­den sollen. Auf www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet kön­nen sich Frei­willige für die Zählteams reg­istri­eren. Benötigt wer­den 2000 bis 3000 Frei­willige, angemeldet haben sich bis­lang etwa 730. Da geht noch was. Also, wer dabei sind will, bitte an­melden.

Ein Demokratie- und Eu­ropafest wird am 16. Mai rund um den Hard­en­berg­platz gefeiert. In­ter­essierte aus den Bere­ichen poli­tis­che Bil­dung, Eu­ropa, En­gage­ment, Sport, Kunst und Kul­tur sind ein­ge­laden, sich mit Pro­gramm­punk­ten, Ak­tio­nen und Stän­den zu beteili­gen. Noch vor Wei­h­nachten und bis Ende Jan­uar soll es auf https://www.berlin.de/politische-bildung/ möglich sein, sich zu be­wer­ben.

Schließlich ist am 15. Sep­tem­ber in Berlin eine „Lange Nacht der Demokratie“ ge­plant. Lei­der musste Friede­mann Walther von der Sen­atskan­zlei, der darüber in­formieren wollte, seine Teil­nahme an der Mit­gliederver­samm­lung kurzfristig ab­sagen. Aber bis Sep­tem­ber ist ja noch et­was Zeit, um das nachzu­holen. Wir sind ges­pannt.

Eine Span­nung an­derer Art gab es beim Thema Deutsche En­gage­ment-Stiftung. Of­fen­sichtlich hat­ten auch die Mit­glieder des Lan­desnet­zw­erkes  große Hoff­nun­gen in eine solche Stiftung gesetzt. Doch die jetzt bekannt gewor­de­nen Pläne der Bun­desregierung sorgten für Ent­täuschung und Un­ver­ständ­nis. Haup­tkri­tikpunkt: Die Stiftung soll Ser­viceange­bote für die Or­gan­i­sa­tion von bürg­er­schaftlichem En­gage­ment und Ehre­namt bere­it­stellen. Dies be­deutet aber ein Par­al­le­lange­bot zu beste­hen­den  Net­zw­erken. So et­was ist weder sin­nvoll noch hil­fre­ich. Er­wartet wor­den war eigentlich eine Förder­s­tiftung.

Span­nend wurde es dann noch mal zum Schluss, als das  Jahres­motto für 2020 bekan­nt­gegeben wurde. Es lautet #Ler­nOrtEn­gage­ment. Das mutet et­was sper­rig an, ist aber in­haltlich voll in Ord­nung und voller In­ter­pre­ta­tion­s­möglichkeiten. Mal schauen, wie dieses Motto auf der 13. Frei­willi­gen­börse am 18. April mit Leben er­füllt wird.

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LANDESNETZERK BÜRGERENGAGEMENT BERLIN — Blog­beitrag von Hel­mut Herold
zuletzt über­ar­beitet 15.11.2019

 

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