In guten Händen

Die Ehre­namt­sar­beit der Björn-Schulz-Stiftung

Von F. Prinz- Dan­nen­berg

Die of­fizielle Ehre­namt­sar­beit der Björn-Schulz-Stiftung gibt es seit 1997.

Sie wird zurzeit von Frank Ew­ers geleitet.

Clau­dia Dinse ist Lei­t­erin der Stiftungskom­mu­nika­tion.

 

In­s­ge­samt 225  Ehre­namtliche küm­mern sich in zwei Bere­ichen um die ih­nen An­ver­trauten:

Da ist zum einen die Un­ter­stützung durch 120 Ehre­namtliche in der Küche, im Garten, in der Klei­derkam­mer oder die Hilfe beim Som­mer­fest in den Räu­men der Björn-Schulz- Stiftung in Berlin-Pankow.

Da ist zum an­deren der am­bu­lante Kinder­hos­piz­di­enst, der von 100 weit­eren Ehre­namtlichen geleis­tet wird. Er um­fasst die ehre­namtliche Be­gleitung junger Men­schen mit lebens­bedrohlichen und lebensverkürzten Erkrankun­gen bis zu deren 27. Leben­s­jahr.

Diese Erkrankun­gen sind zum Beispiel Stof­fwech­sel­erkrankun­gen, frühkindliche Schädi­gun­gen, kog­ni­tive Ein­schränkun­gen, auch Epilep­sie und Krebs.

In Deutsch­land gibt es ca. 50 Tausend erkrankte Kinder, drei- bis fün­f­tausend von ih­nen ster­ben jährlich“, so Clau­dia Dinse, die Lei­t­erin der ÖA der Björn-Schulz-Stiftung. Jährlich wer­den 15 ehre­namtliche Fam­i­lien­be­gleiter aus­ge­bildet, deren Al­ter zwis­chen 19 bis 83 Jahren liegt.

Zurzeit wer­den zwis­chen 500 und 600 Fam­i­lien in Berlin und Bran­den­burg von ca. 105 aus­ge­bilde­ten Ehre­namtlichen be­treut. Die Aus­bil­dung in The­o­rie und Praxis dauert ein gutes Jahr. Die Be­gleitung um­fasst beson­ders auch das Ein­beziehen der Geschwis­ter und der El­tern. Denn durch die Di­ag­nose einer lebens­bedrohlichen Erkrankung än­dert sich das gesamte Leben für die Fam­i­lien.

Die Ehre­namtlichen un­ter­stützen El­tern, Geschwis­ter und die Haup­tamtlichen (Ärzte, Seel­sorger, Sozialar­beiter, Kranken­schwest­ern und –pfleger) in der Pal­lia­tivver­sorgung.

Frank Ew­ers, Referat Ehre­namt

Sie be­gleiten ihren Schüt­zling auch in den Son­nen­hof- das Kinder­hos­piz der Björn-Schulz Stiftung in der Berliner Wil­helm- Wolf – Straße. Hier kön­nen El­tern die Ent­las­tungspflege für einige Wochen in Anspruch nehmen. Ih­nen ste­hen fünf Ap­parte­ments beson­ders in der Fi­nalpflege zur Ver­fü­gung. Gemein­sames Es­sen der Kinder mit den Pflegern und Ehre­namtlichen, gemein­sam lachen oder ein­fach nur Wärme geben gehören im Son­nen­hof ebenso dazu wie der Be­such von Schü­lerIn­nen und Schülern einer be­nach­barten Grund­schule, die zum Sin­gen kom­men. „Die Kinder und Ju­gendlichen,“ so F. Ew­ers, „gehen sehr be­wusst und voller Stärke mit ihrem eige­nen Tod um.“

Ziel sei es aber, dass die Kinder zu Hause ster­ben kön­nen, „dass sie so viel wie möglich an einem nor­malen Leben teil­haben kön­nen mit al­ters­gerechten Ange­boten“ (F. Ew­ers).

Im Umkehrschluss wird der Ein­satz der Ehre­namtlichen von der Björn-Schulz-Stiftung hoch geachtet:

Es gibt Aus­tauschtr­e­f­fen mit Su­per­vi­sion, es gibt Prax­istr­e­f­fen mit Weit­er­bil­dungsange­boten, es gibt die Verzah­nung zu den Haup­tamtlichen und es gibt eine wertschätzende Dankeskul­tur für die Ehre­namtlichen: damit das, was das Leben der jun­gen Pa­tien­ten schöner macht, weit­er­hin in guten Hän­den der Ehre­namt­sar­beit ist!

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LANDESNETZERK BÜRGERENGAGEMENT BERLIN — Blog­beitrag von F. Prinz- Dan­nen­berg
zuletzt über­ar­beitet 15.08.2019

 

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